Dramatischer Sieg im Penaltyschiessen: EHC Chur greift nach Meistertrophäe
Eigentlich hat der EHC Chur sein primäres Ziel in der laufenden Spielzeit 2023/24 in der drittklassigen Schweizer Eishockey-Spielklasse MHL schon erfüllt. Seit dem 3:1-Erfolg im Play-off-Viertelfinal gegen den SC Langenthal ist die angepeilte Rückkehr in die Swiss League nach 16 Jahren Unterbruch Tatsache. Nichtsdestotrotz wurden danach die Churer Exponenten nicht müde zu betonen, dass sie sich mit dem Titelgewinn aus der MHL nach oben verabschieden wollen.
Seit Donnerstag ist das Unterfangen in Blickweite gerückt. Die Mannschaft des Trainerduos Jan und Reto von Arx setzte sich in Spiel 4 der Play-off-Finalserie auswärts beim EHC Seewen vor 1100 Zuschauern in extremis im Penaltyschiessen durch. Damit steht es in der Best-of-5-Serie nun 2:2. 2:2 lautete auch das Resultat nach 60 Spielminuten inklusive 20 Minuten Verlängerung. Mika Burkhalter und Verteidiger Lars Kieni mit seinem ersten Tor in den laufenden Play-offs hatten die Gäste im Startabschnitt vermeintlich richtungsweisend mit 2:0 in Front gebracht.
Nur Simon Marha trifft
Im Penaltyschiessen traf nach je zehn Schützen lediglich Churs Simon Marha ins Schwarze. Einmal mehr war in der Entscheidung auf Torhüter Niels Riesen Verlass. Bemerkenswert: Vor dem Donnerstag hatte Chur sämtliche fünf Penaltyschiessen im laufenden Championat verloren. Zuletzt war dies auch im zweiten Finalspiel in der Seebner Kunsteisbahn Zingel der Fall gewesen.
Am Samstag (18.30 Uhr) kommt es zur Finalissima im Thomas-Domenig-Stadion. Es ist von einer stimmungsvollen Ambiance auszugehen. Im Spiel 3 hatten am Dienstag 2555 Personen, darunter zahlreiche Eishockey-Enthusiasten aus der Zentralschweiz, für einen würdigen Rahmen gesorgt.