Der HCD verliert nach doppelter Zweitore-Führung im Penaltyschiessen
Das Spiel
Nach der neuntägigen Nationalmannschaftspause beginnt in der National League die finale Phase der Qualifikation. Im Duell in zwischen dem HC Davos und seinem oberen Tabellennachbarn Zug geht es für beide Teams um wichtige Punkte. Da kommt es dem HCD nicht gelegen, dass er auf gleich zwei Nationalspieler verzichten muss: Verteidiger Michael Fora sitzt seine Spielsperre, die er nach der zweiten Spieldauerdisziplinarstrafe in der laufenden Saison kassiert hat, ab. Und Stürmer Enzo Corvi ist weiterhin verletzt. Wie lange er ausfällt, kann der HC Davos derzeit nicht abschätzen. Sportchef Jan Alston spricht von einer Oberkörperverletzung und sagt, dass von Tag zu Tag geschaut werden müsse.
Der HCD lässt sich die beiden gewichtigen Ausfälle nicht anmerken und startet vor ausverkauften Rängen (6547 Zuschauerinnen und Zuschauer) energisch ins Spiel. Calle Andersson sorgt noch in der ersten Minute für den ersten Abschluss, in der 6. Minute erarbeitet sich die vierte Sturmlinie durch Julian Parrée und Rico Gredig Chancen. Nachdem sich auch der EV Zug erstmals vor dem gegnerischen Tor gemeldet hat, wird es laut im Stadion: Chris Egli bringt den HCD in der 11. Minute nach einem Querpass von Filip Zadina mit einem platzierten Schuss in den Winkel in Führung. Nur 86 Sekunden später wird diese erhöht: Adam Tambellini schiesst das 2:0, weil er im Slot nach dem abgeprallten Schuss von Matej Stransky schneller reagiert, als sein Gegenspieler Gregory Hofmann. Erst in der 14. Minute kommt der EV Zug zur ersten guten Chance, Sandro Aeschlimann im Davoser Tor pariert mit der Stockhand. Davos hat das Spiel in den ersten 20 Minuten im Griff und geht mit der verdienten Führung in die Pause.
Im zweiten Drittel muss von den Gästen mehr kommen. Und es kommt mehr von ihnen. Beim Schuss von Ludvig Johnson hält Aeschlimannn seinen Kasten noch dicht (22.), nur Sekunden später ist aber auch er bezwungen. Beim erfolgreichen Schuss von Verteidiger Lukas Bengtsson in die nahe Ecke sorgt Sven Senteler dafür, dass Aeschlimann keine freie Sicht hat. In der 26. Minute macht der HCD-Goalie dann einen Fehler, wie man ihn von ihm nur selten sieht. Er kommt aus seinem Tor, schätzt die Distanz zum Puck aber falsch ein. Der auf ihn zustürmende Andreas Wingerli spitzelt die Scheibe an ihm vorbei und hinein ins leere Tor. Der EV Zug nun im Hoch? Nein! Er nimmt sich den Wind mit einem Wechselfehler selbst aus den Segeln. Davos nützt die Strafe, die von Robin Antenen abgesessen wird, mit seiner zweiten Powerplay-Formation. Tino Kessler bringt das Heimteam in der 29. Minute erneut in Führung. Der HCD kann im Verlauf des Mitteldrittels noch weitere mehr als fünf Minuten in Überzahl spielen, schlägt daraus aber kein Kapital.