Der HCD verliert erneut gegen seinen Angstgegner – und muss eine Hiobsbotschaft verdauen
Das Spiel
Auf gehts in den Endspurt der Qualifikation. Und das gegen den Angstgegner. Angstgegner? Ja, gegen Ambri hat der HCD seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen. Diese schwarze Serie wollen die Bündner vor ausverkauftem Haus beenden. Sie tun sich in der Startphase im Kreieren von Torchancen aber schwer. Gefährlich wirds erst, als es einmal schnell geht. Nach einem Scheibengewinn in der Mittelzone schaltet Tambellini sofort um, Frehner scheitert schliesslich am stark reagierenden Senn. Im Gegenzug verpasst Maillet das leere Tor, weil er den Puck nicht kontrollieren kann. Und Augenblicke später scheitert Pestoni ganz alleine vor Aeschlimann.
Der Davoser Schlussmann kann sich im 1:1 kurz nach der Pause erneut auszeichnen lassen, als er gegen DiDomenico pariert. Völlig unnötig ist, wie der Ambri-Stürmer nachschlägt und Aeschlimann an der Hand erwischt. Für den blutenden HCD-Goalie geht es nicht mehr weiter. Bitter für Ersatz Hollenstein: Beim zweiten Schuss auf sein Gehäuse, muss er sich erstmals bezwingen lassen: Landry lenkt einen Distanzschuss von Curran mit der Hüfte ins Tor. Und der HCD? Ist offensiv erstaunlich harmlos. Vor allem die nominell gefährlichste Linie mit Zadina, Stransky und Nussbaumer kommt überhaupt nicht auf Touren.
Zum Start ins Schlussdrittel packt Hollenstein eine Riesen-Parade aus, macht sich beim Abschluss von Liga-Toptorschütze Kubalik richtig lang. Und trotzdem klingelts wenige Augenblicke später: Im Powerplay zieht Heed ab, Verteidiger Fora verdeckt Hollenstein in der Rückwärtsbewegung die Sicht. Wenig später rettet die Latte nach einem Scheibenverlust von Dahlbeck. Ambris Führung ist längst völlig verdient. Ex-Davos-Goalie Senn verbringt in seiner ehemaligen Stube einen geruhsamen Abend. Es braucht ein Powerplay, damit auch der HCD endlich wieder vor dem gegnerischen Tor auftaucht. Tambellini und Ambühl scheitern nur knapp. Tambellini ist nach dem Überzahlspiel aber auch hinten gefragt. Nach einem mutigen Ausflug von Hollenstein, macht der Topskorer plötzlich den Goalie. Erfolgreich. Bloss: Vorne wills nicht klappen, auch nicht mit sechs gegen fünf. Der HCD verliert zum siebten Mal in Folge gegen Ambri. Und ist gegen die Leventiner schon seit 124 Minuten ohne Treffer.