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Regionalsport

«Administratives Versäumnis»: HCD-Stürmer Peltonen gesperrt – das steckt dahinter

Roman Michel
19.09.2023, 10:45 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Die Nachricht kommt unerwartet. «Die Swiss Sport Integrity hat den Spieler Aleksi Peltonen vom HC Davos bis auf Weiteres provisorisch gesperrt», teilt die National League am Dienstagmorgen mit. Die Stiftung Swiss Sport Integrity setzt sich mit Dopingkontrollen, Ermittlungen und verschiedenen Aktionen zur Dopingprävention im Schweizer Sport ein. In einer Stellungnahme bestätigt sie, dass «derzeit eine Untersuchung gegen Aleksi Peltonen aufgrund eines potenziellen Verstosses gegen die Anti-Doping-Bestimmungen im Gange ist.»

Was steckt dahinter? Der HCD teilt mit, dass Peltonen, im Sommer nach Davos gewechselt, aus medizinischen Gründen auf die regelmässige Einnahme eines Medikamentes angewiesen sei. Dessen Einnahme müsse von Swiss Sport Integrity bewilligt werden. Gemäss einem Medienbericht leidet der 25-Jährige an Diabetes und muss sich regelmässig Insulin spritzen. Das Hormon steht auf der Dopingliste weil es die Einnahme von Anabolika vertuschen kann und muss deshalb bei Swiss Sport Integrity angegeben werden. 

Auch kein Training

Der Antrag des Klubs bei Swiss Sport Integrity sei «wegen Verzögerungen und Missverständnissen, auch im Austausch mit dem Heimatland des Finnen», nicht rechtzeitig eingereicht worden, schreibt der HCD. Gemäss Swiss Sport Integrity könnte diese Verzögerung ein Verstoss gegen die Anti-Doping-Bestimmungen sein. Heisst: Bis nach Vorlegen des definitiven Urteils der Swiss Sport Integrity wurde Peltonen vom Einzelrichter gesperrt. Auch vom Training mit der ersten Mannschaft ist der Stürmer derzeit ausgeschlossen. 

Der HCD hat am Montag vom Entscheid erfahren und gemäss eigenen Angaben sofort die nötigen Unterlagen eingereicht. Der Klub hofft, dass die Sperre durch das Einreichen der Unterlagen vorübergehend aufgehoben wird. 

Peltonen kam im Sommer aus Nordamerika nach Davos. In den ersten beiden Partien gegen Fribourg-Gottéron und Ajoie kam der Stürmer auf rund 22 Minuten Eiszeit. 

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