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Regionalsport

Ein Schmerzhafter, aber auch ein verdienter Sieg für den HC Davos

Lars Morger
03.03.2022, 06:49 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Es war ein wichtiger Sieg, den der HC Davos am Mittwochabend im heimischen Eisstadion feiern konnte. Beim 3:2 gegen den EHC Biel zeigte der HCD über weite Strecken eine gefällige Leistung. Die Bündner schossen deutlich öfter auf das Tor, waren offensiv durchschlagskräftiger und standen in der Defensive kompakter als die Seeländer Gäste. Phasenweise mahnte dieser HCD gar an jene Mannschaft, die im Herbst mit einer beeindruckenden Leichtigkeit Gegner um Gegner schlug und an der Tabellenspitze stand.

Bereits von Anfang an gelang es dem HCD, diesem Spiel den Stempel aufzudrücken. Die Bündner spielten frech, schnell und präzis und überforderten die Seeländer Mal für Mal. Enzo Corvi und Matej Stransky gleich zweimal verpassten aber vorerst die Davoser Führung. Diese wurde dann in der 12. Minute Tatsache. Simon Knak fasste sich ein Herz und überraschte Biel-Hüter Joren van Pottelberghe mit einem satten Handgelenkschuss von der blauen Linie.

Die Davoser machten auch in der Folge viel Druck, unter anderem Bromé scheiterte bei seinem Alleingang an van Pottelberghe. Der Davoser Topskorer ist mittlerweile seit seiner Rückkehr Mitte Januar ohne Torerfolg. Letztmals traf der Schwede Ende November. Es hätte nach 20 Minuten also gut und gerne auch 3:0 zu Gunsten der Davoser heissen können. Dass es aber bei diesem einen Tor blieb, lag an der Davoser Ineffizienz im Abschluss.

Schmerzhaftes Mitteldrittel

Im zweiten Drittel gelang es den Seeländern, die Partie ausgeglichener zu gestalten. In der 25. Minute ging der Ex-Davoser Luca Hischier von der Bündner Hintermannschaft vergessen und bezwang HCD-Goalie Sandro Aeschlimann zwischen den Beinen. In der Folge nahmen beide Mannschaften viele Strafen, es entwickelte sich ein hartes und intensives Spiel. Die Davoser bekamen dies auch mehrmals zu spüren. Stransky wurde in Unterzahl mit voller Wucht von einem Rajala-Schuss im Gesicht getroffen. Kurz darauf kam er aber aus der Garderobe zurück, und wie. Nach einer Bromé-Hereingabe reagierte der Tscheche am schnellsten und brachte den HCD erneut in Führung.

Die Bieler traten in der Folge nochmals eine Spur aggressiver auf. Mike Künzle übertrieb es aber und checkte HCD-Verteidiger Dominik Egli mit vollem Tempo übel gegen den Kopf. Für Künzle war das Spiel damit zu Ende und der HCD konnte fünf Minuten in Überzahl agieren – darunter mehr als eine Minute mit fünf gegen drei. Die Davoser konnten aber keinen Profit aus der Situation schlagen, zu schwach war ihr Powerplay.

Der clevere Rasmussen

Erst in der 46. Minute konnten die Bündner wieder jubeln. Magnus Nygren brachte die Scheibe ins Zentrum, wo Denis Rasmussen seinen Schlittschuh clever so hinstellte, dass der HCD neu mit zwei Längen in Front lagen. Die Davoser verwalteten den Vorsprung in der Folge souverän und gingen vermeintlich gar mit drei Toren in Führung. Julian Schmutz’ Abstauber wurde aber wegen einer Torhüterbehinderung von Raphael Prassl aberkannt. 100 Sekunden vor dem Ende konnte Jere Sallinen für Biel zwar noch verkürzen, zwingende Chancen liessen die Davoser aber auch dann nicht zu.

Für den HCD geht es nun Schlag auf Schlag. Bereits am Freitag müssen die Bündner beim EV Zug antreten, am Samstag empfangen sie Ajoie. Nach der Leistung am Dienstag dürfen die Davoser mit breiter Brust in diese Spiele steigen.

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