Die HCD-Schweden und der SCB
«Es war ein hartes, enges Spiel. Schade, dass wir in der Verlängerung den zweiten Punkt nicht holten», sagt Joakim Nordström wenige Minuten nach der 2:3-Niederlage im Kabinengang des Davoser Eisstadions. Er sei dennoch stolz auf das ganze Team, betont der schwedische Stürmer. «Einmal mehr in dieser Saison machten wir einen Rückstand wett und retteten uns mit dem zweiten Ausgleichstreffer in die Verlängerung. Ich bin froh, dass wir wenigstens einen Punkt holten. Aber natürlich wollten wir gewinnen. Leider nutzten wir verschiedene guten Torchancen in den ersten 30 Spielminuten zu wenig. Da hätten wir vorentscheidend in Führung gehen müssen.» In der Tat: 4,8 Sekunden vor der ersten Pause hatte Nordström einen Weitschuss von Magnus Nygren unhaltbar zum 1:1 abgelenkt. 9:3 zugunsten des HCD lautete das Schussverhältnis nach dem ersten Drittel. Und in der ersten Hälfte des Mittelabschnitts spielten die Davoser Einbahn-Eishockey, doch den Puck brachten sie in dieser Phase nicht an Berns Goalie Philip Wüthrich vorbei, oder dann zielten sie knapp neben das Gehäuse. Das rächte sich, denn Colton Sceviour erzielte für die Gäste unmittelbar nach Ablauf einer Davoser Strafe den zweiten Berner Treffer (32.).
Ein Wellental der Gefühle erlebte HCD-Stürmer Leon Bristedt. Der Schwede erzielte in der 56. Minute den hochverdienten Ausgleich zum 2:2. Im Mitteldrittel scheiterte er hingegen bei einem Penalty (36.) an Wüthrich. Und auch in der Verlängerung wurde Bristedt bei einem Solovorstoss vom Berner Goalie gestoppt. Pech hatte Andres Ambühl bei einem Pfostenschuss in der letzten Minute des dritten Drittels. Es wäre der Siegtreffer gewesen. Stattdessen entschied der gebürtige Davoser Ramon Untersander nach 158 Sekunden in der Verlängerung die Partie zugunsten der Berner.