Doppelpack innert 61 Sekunden: HCD kassiert erste Pleite in der Champions League
Das Spiel
Skelleftea gegen Davos – das ist ein absolutes Spitzenspiel. Nach drei Spielen in der Champions League sind beide Teams noch ohne Niederlage. Ein Gassenhauer scheint die Partie dennoch nicht, das Stadion ist maximal zu einem Drittel gefüllt. Obs an der schwedischen Herbstsonne liegt? Das Geschehen auf dem Eis passt dann schon eher zu einem Spitzenspiel. Die beiden Mannschaften schenken sich kaum einen Zentimeter, stehen äusserst diszipliniert. So brauchts auf beiden Seiten ein Powerplay für die ersten Tore. Erst trifft Johnson für Skelleftea mit einer satten Direktabnahme (7.), vier Minute vor der ersten Pause gelingt Lemieux in Überzahl der Ausgleich – nach einer Überzahl-Kombination aus dem Lehrbuch. Kurz darauf trifft Frick bloss Aluminium.
Die Vorentscheidung in dieser Partie fällt im Mittelabschnitt. Innert 61 trifft das Heimteam gleich doppelt. Der erste der beiden Treffer ist ein toller Ablenker, beim zweiten Tor steht die HCD-Defensive zu weit weg von Torschütze Aagaard Hansen. In Person von Jung und Zadina haben die Bündner jedoch durchaus auch ihre Möglichkeiten. Am Ende sind die Schweden in ihren Aktionen aber zielstrebiger. Und cooler. Wie nach knapp vier Minuten im dritten Durchgang, als Nordlund nach einem Ryfors-Fehlpass das 4:1 gelingt. Das Ding ist damit gegessen. Aufregung gibts trotzdem noch: Weil Enzo Corvi nach einem Faustschlag ins Gesicht seines Gegenspielers frühzeitig unter die Dusche muss. Weil auch zwei Schweden rausmüssen, heissts: Powerplay HCD. Nur 44 Sekunden braucht Zadina fürs 2:4, sein achter Skorerpunkt in diesem Wettbewerb. Strafen, Tore – die Schlussminuten sind ziemlich wild. Am Ende gewinnt der schwedische Meister mit 6:2 – und befleckt damit die weisse Weste des HCD.
Die Szene
Schweizer Musik in Schweden? Ja! Nach dem 3:1 von Skelleftea dröhnt tatsächlich der Kultsong «Richi» der Stubete Gäng durch die Boxen.