Die Lakers vermasseln abermals das zweite Drittel
Es ist frustrierend. Gefühlsmässig war es ein gutes Spiel und trotzdem lagen wir nach zwei Dritteln mit zwei Toren hinten», rang Andrew Rowe nach Worten. Dem Lakers-Captain war nicht entgangen, dass die Rapperswil-Joner das Spiel einmal mehr im Mitteldrittel aus der Hand gaben. Doppelt frustrierend war dabei, dass die Langnauer die Rosenstädter in einer vermeintlich guten Phase erwischten. Nach schwachem Start in den zweiten Abschnitt schienen sich die Lakers etwas zu erholen. So gelang es ihnen, zu Spielmitte die Langnauer in deren Zone einzuschnüren. Just in diesem Augenblick liefen die St. Galler jedoch in einen Konter, den Larry Leeger zum 2:1 nutzen konnte.
Als wäre dies nicht schon genug, kassierten die Lakers 92 Sekunden vor der Pause auch noch das 3:1. Nicht ganz unschuldig an diesem Tor war Trainer Niklas Gällstedt. Dieser wies seine Toplinie an, beim offensiven Bully auf dem Eis zu bleiben. Die Quittung war ein Konter von Julian Schmutz, den Verteidiger Dominik Egli aufgrund der fehlenden Energie nicht mehr unterbinden konnte.
Mehr dreckige Tore
Anders als in den vorangegangenen Spielen kamen die Lakers im Spiel gegen die Tigers nicht mehr zurück. Grund dafür war nicht zuletzt die Tatsache, dass die Emmentaler aus einer äusserst soliden Defensive agierte. «Dass in dieser Liga alle Teams ein gutes Defensiv-Verhalten haben, ist nichts Neues. Umso wichtiger wäre es, mehr Druck aufs Tor zu machen und die Scheibe irgendwie reinzuwürgen», erklärt Captain Rowe.
Wie dies funktionieren würde, zeigte Cedric Hüsler im ersten Drittel. Für einmal sorgte die vierte Linie für viel Verkehr vor dem gegnerischen Tor, was Hüsler zum 1:1 nur 49 Sekunden vor der Pause nutzen konnte. Etwas unerklärlich an diesem Tor war jedoch, dass die Lakers den Schwung des späten Treffers nicht in das zweite Drittel mitnehmen konnten. Statt sich den Einsatz der vierten Linien zum Vorbild zu nehmen, starteten die Lakers viel zu passiv ins zweite Drittel. Dabei schrammten sie bereits in der 24. Minute bei Yannick Blasers Penalty knapp am Rückstand vorbei.