Die besten Aussagen aus der HCD-Dok
Am Samstag hat MySports unter dem Titel «Das Projekt Davos – Aufbruch und Stillstand» die erste National-League-Saison des Rekordmeisters HC Davos nach dem Ende der Ära von Arno Del Curto ausgestrahlt. Die umfassende Aufarbeitung zeigte die Stars und ihre Taktgeber in diversen Extremsituationen, bis hin zum Moment des Shutdowns der Meisterschaft.
Das rund 80-minütige Highlight entspringt der Feder von Autor Martin Masafret und wurde durch MySports-Journalist Sven Schoch produziert. Die Doku erinnert in seiner Machart an die von Regisseur Aljoscha Pause aufgrund der fast schon absurde Nähe zu den Stars auf ein neues Level gehobenen Sportdokumentationen wie «Trainer» oder «All or Nothing: Manchester City».
Die Zuschauer erleben die Schlüsselmomente der Davoser Saison hautnah mit. Von der mitreissenden Ansprache von Sportchef Raeto Raffainer zu Saisonbeginn bis hin zum bitteren Ende, als Raffainer der Mannschaft erklärt, dass die Saison per sofort zu Ende ist – und dabei sichtlich mit den Emotionen kämpft.
Ausserhalb des gewohnten Kontexts
Für Fans des HC Davos ist der Film von Masafret und Schoch in keiner Sekunde langweilig. Besonders interessant wird die Dok jedoch dort, wo die Spieler ausserhalb des gewohnten Kontexts des «Journalist-Sportler-Interviews» zu Wort kommen. Man lernt die Spieler als Persönlichkeiten kennen. Magnus Nygren, wie er seine Rolle als Leader während seiner Knieverletzung interpretiert und sich zurück in die Mannschaft kämpft. Dino Wieser, der seine x-te Hirnerschütterung erleidet und sich Grundsatzfragen zu seinem Leben als Sportler stellt. Man erhält Einblicke in die WG Baumgartner/Barandun. Man sieht, wie sich die Organisation gegenüber der sehr erfolgreichen Del-Curto-Ära gewandelt hat und sich immer noch im Wandel befindet.