«Der Job hat mich gereizt, aber Davos liegt nicht auf dem Weg»
Im April dieses Jahres kam es beim SC Bern zum grossen Knall. Nach der Ankunft von Raeto Raffainer, der seit Beginn des Jahres das Amt des Chief Sport Officers bekleidet, räumte der SC Bern auf. Nebst der Sportchefin Florence Schelling, musste auch Alex Chatelain seien Platz räumen. Seit 2014 arbeitete der Bündner für die Berner. Unter anderem als Sportchef während der erfolgreichen Jahre zwischen 2016 und 2020 als die Berner drei Meistertitel gewinnen konnten.
Seit Ende Oktober hat Chatelain nun eine neuen Job inne. Beim Swiss-League-Klub SC Langenthal unterschrieb der 43-Jährige als Geschäftsführer. In einem kürzlich erschienenen Interview auf «www.hockeyfans.ch» äussert sich der Bündner zu seinem turbulenten Abgang, seine neue Herausforderung und warum das Amt als Sportchef beim HC Davos nicht infrage kam.
Entlassung beim SCB gab zu kämpfen
Auf seine Zeit beim SC Bern blickt er trotz unschönem Abgang mit positiven Gefühlen zurück. «Wenn man die ganzen sieben Jahre anschaut, waren mindestens fünf super. Angefangen beim Nachwuchs 2014 als Assistent von Sven Leuenberger. Dann kamen die erfolgreichen Jahre in der ersten Mannschaft mit drei Quali-Siegen und drei Meistertiteln. Das, was nachher kam, gehört eben auch zum Sport. Man kann nicht immer nur gewinnen», so Chatelain. Er ergänzt, dass er von der Trennung nicht überrascht war.
Chatelain – schon in seiner Kindheit Fan des SCB und später dort auch als Spieler tätig, wie er ausführt – gibt aber zu, dass er mit dem Abgang zu kämpfen hatte. Das Ganze sei nun aber verarbeitet. «Mit der Zeit gewinnt man Abstand und kann das grössere Bild betrachten. Es ist überhaupt kein Problem mehr und ich habe mich auch mit allen Verantwortlichen durch den Sommer ausgesprochen und reflektiert. Ich kann mich auch in Zukunft mit jedem vom SCB treffen, ohne dass es schlechte Gefühle geben würde.»