Der HCD auf Achterbahnfahrt
«Das war wie auf einer Achterbahn», fasst HCD-Stürmer Julian Schmutz am späten Freitagabend seine Eindrücke nach der 2:3-Heimniederlage gegen Fribourg-Gottéron zusammen. «Wir starteten ganz schlecht. Die Leistung im ersten Drittel war unsere schlechteste in der laufenden Meisterschaft überhaupt. Erklären kann ich es mir nicht. Wir erzeugten Fehlpässe, gewannen keinen Zweikampf und standen viel zu weit auseinander. Da bestand ein Klassenunterschied zu Fribourg.» Schmutz selber war es dann, der beim HCD die Hoffnungen zurückbrachte. In der Schluss-minute des Mitteldrittels stürmte er solo auf den Freiburger Goalie Reto Berra zu. Im Nachschuss brachte er den Puck am Schweizer Nationaltorhüter vorbei ins Netz. Als Raphael Prassl 202 Sekunden vor Spielende seinen sensationellen Sololauf mit dem 2:2 krönte, war für den HCD wieder alles möglich. Doch statt das Unentschieden in die Verlängerung zu retten, kassierten die Bündner 72 Sekunden vor Ablauf des dritten Drittels das entscheidende 2:3. «Da verhielten wir uns etwas naiv. Wir wollten gleich noch den dritten Treffer erzielen, stattdessen kassierten wir ihn. So ist Hockey manchmal», meint Schmutz.
Ein vorbildlicher Kämpfer
Trotz der bitteren Niederlage tat Schmutz sein Treffer persönlich gut. «Ich bin froh, dass ich für einmal belohnt wurde. Ja, dieses Tor tat gut, denn oft werde ich ja abgeschossen, wenn ich mich in gegnerische Schüsse werfe», bemerkt der nur 1,73 Meter grosse Stürmer. Er fällt beim HCD regelmässig durch seinen vorbildlichen Einsatz, seine Unerschrockenheit in den Zweikämpfen und sein Nie-Aufgeben auf. Mit Blick auf die Reise nach Lugano vom folgenden Tag sagte Schmutz schon am Freitagabend im Kabinengang: «Gegen Lugano müssen wir 60 Minuten lang besser agieren. Es gilt, das Gute aus dem Fribourg-Match mitzunehmen und daran anzuknüpfen. Gegen die Freiburger bewiesen wir Charakter. Da spielten wir im letzten Drittel, abgesehen vom ärgerlichen Gegentor, wirklich gut.»