«Das Skifahren habe ich am meisten vermisst»
Der Spengler Cup und Mark Streit – eine spezielle Geschichte. Dreimal nahm der Berner als Spieler des HC Davos am Traditionsturnier teil bevor er erstmals nach Nordamerika wechselte. 2017, nach 820 Partien in der NHL und einem Stanley-Cup-Triumph, gab er seinen Rücktritt bekannt. Am Spengler Cup wurde der damals 40-Jährige auf dem Eis für seine Karriere geehrt. Seither ist er Stammgast – als Zuschauer und TV-Experte.
Mark Streit, Ende Neunzigerjahre haben Sie mit dem HC Davos dreimal den Spengler Cup bestritten. Welche Bilder kommen Ihnen als erstes in den Sinn, wenn Sie an diese Zeit zurückdenken?
Mark Streit: Da fallen mir zwei Dinge ein: die gute Stimmung und die Partien gegen das Team Canada. Diese Duelle waren immer mit vielen Emotionen verbunden und für mich als junger Spieler eine riesige Erfahrung. Der Spengler Cup war jeweils der erste Höhepunkt der Saison, schade hat es mir nie zum Sieg gereicht. Einmal standen wir im Final (1998, Red.), verloren diesen aber gegen die Kanadier.
Beim HCD haben Sie Ihre grosse Karriere lanciert. Was hätten Sie damals geantwortet, wenn Ihnen jemand gesagt hätte, Sie würden als langjähriger NHL-Spieler als TV-Experte an den Spengler Cup zurückkehren?
Das hätte ich natürlich nie erwartet. Ich habe eine coole Karriere hinter mir, schaffte es immer wieder, noch einen Schritt vorwärts zu machen. Mitentscheidend dafür war, dass ich jeweils den richtigen Zeitpunkt gespürt habe, um eine neue Herausforderung zu suchen. Das war auch in Davos so. Ich hatte eine wunderschöne Zeit hier, erhielt von Arno Del Curto als junger Spieler sehr viel Vertrauen. Der Abschied fiel nicht leicht, aber das Abenteuer Nordamerika reizte mich extrem.
Stehen Sie heute noch immer regelmässig auf dem Eis?
Nach meinem Karriereende legte ich fast ein Jahr lang eine Pause ein. Mittlerweile spiele ich einmal pro Woche mit den Senioren in Bern. Da sind viele ehemalige NLA- und NLB-Spieler dabei – das hilft mir, etwas am Ball zu bleiben. Die Freude am Hockey ist noch immer gross.