Tränen und Freude: Stimmen der Gasparin-Schwestern nach dem Staffel-Rennen
Das Rennen verläuft für Elisa Gasparin, die ältere der beiden Bündner Athletinnen, nicht nach Wunsch. Vor allem im Schiessen vergibt die 33-Jährige, mit vier Fehlschüssen und einer Strafrunde, eine gute Ausglangslage für ihre Kolleginnen, die anschliessend das Rennen aufnehmen. Am Ende resultiert der 14. Schlussrang.
Ganz anders hingegen verläuft das Rennen der jüngeren Schwester Aita Gasparin. Null Fehler insgesamt und eine gute Leistung in der Loipe zeigen, was möglich gewesen wäre. Spannend noch: Die 31-Jährige musste vor ihrem letzten Schuss kurz Pause einlegen. Grund war aber nicht der Wind. Wie sie im Interview sagt: «Ich habe gemerkt, dass ich kurz den Fokus verloren habe. Meine Gedanken schweiften von der Scheibe ab und gingen nach hinten auf die Tribüne, wo meine Freunde sassen.» Doch Aita Gasparin fand den Fokus schnell wieder und traf die letzte Scheibe.
Nach dem Rennen konnte Elisa Gasparin aber wieder strahlen. Für die 33-Jährige war es das 50. und letzte WM-Rennen ihrer Karriere. Vor dem heimischen Publikum in Lantsch/Lenz wurde Elisa Gasparin von ihrem Team überrascht und vor der Tribüne geehrt, für alles was sie geleistet hat. Auch die älteste und schon zurückgetretene Schwester Selina Gasparin war vor Ort. Dies rührte Elisa Gasparin zu weiteren Tränen.