«Wir lieben Brückenbauer*innen»
Aufgehängt wurde das Plakat von Claude Bachmann, Jugendseelsorger und Theologie Student an der Hochschule in Chur. «Für mich war, seit der Ankündigung, dass eine Brücke gebaut wird, klar, dass ich diese Gelegenheit nutzen möchte ein Statement abzugeben, dass es in der Gesellschaft und auch in der Katholischen Kirche Brückenbauerinnen und Brückenbauer braucht. Menschen, die verbinden», so Bachmann.
Wenn via-a-vis meines Büro eine Brücke gebaut wird, dann finde ich das eine wunderbare Möglichkeit, auf etwas Wichtiges aufmerksam zu machen: wir brauchen und lieben Brückenbauer*innen. Ãberall. Vor allem aber im Bistum Chur. @suedostschweiz@RTRSRG@SRF@kathch@zhkathpic.twitter.com/Y3rIVMxxiV
— Claude Bachmann (@claudebachmann) 4. November 2019
Die Brücken müssten auf vielen Ebenen gebaut werden. Einerseits lokal in den Pfarreien aber auch regional, kantonal und eben auch auf Bistumsebene und Weltkirchenebene, erklärt Bachmann.
Motivation statt Angriff
Da man immer wieder hört, dass die Landeskirche und das Bistum etwas verhärtete Fronten zueinander haben, könnte das Plakat auch als Provokation gegenüber dem Bistum aufgefasst werden. Dies ist laut Bachmann aber überhaupt nicht der Fall: «Ich würde es nicht als Angriff bezeichnen, sondern als Motivation und Hoffnungszeichen, dass eben auch ein zukünftiger Bischof Brückenbauer sein kann. Ich denke das ist die Hoffnung und der Wunsch von vielen Katholiken und Katholikinnen im Kanton Graubünden und im Bistum Chur.» Seiner Meinung nach ist es von beiden Seiten nötig, einen Schritt auf den anderen zuzugehen, um diese verhärteten Fronten etwas aufzuweichen. «Das Plakat soll nicht zurückschauen, sondern nach vorne», so Bachmann.
Verbindende Menschen in Kirche und Gesellschaft
Für die Brückenbauer und Brückenbauerinnen setzt sich Claude Bachmann persönlich stark ein. Dies, weil er der Meinung ist, dass nicht nur die Kirche, sondern auch die Gesellschaft an sich Brückenbauer und Brückenbauerinnen braucht. «Das sieht man auch im Weltpolitischen Geschehen. Es braucht Leute, die verbinden, die andere Leute zusammen und an einen Tisch bringen, die Mauern einreissen und nicht bauen. Und als jemand, der in der Kirche arbeitet und Theologie studiert, kann ich sagen, dass es auch in der Kirche dringend solche Leute braucht.»