USA und Kanada verhängen neue Sanktionen gegen Unterstützer Russlands
Die USA sanktionierten nicht nur weitere russische Firmen im Rüstungs-, Energie- und Technologiesektor, sondern auch Unternehmen mit Sitz in Kirgistan oder den Vereinten Arabischen Emiraten. Kirgisische Unternehmen hätten seit Beginn der russischen Invasion häufig Exportkontrollen unterliegende Technologie an Russland geliefert, die schliesslich dem russischen Verteidigungssektor dienten, teilte das Finanzministerium mit.
Als Folge der Sanktionen werden mögliche Vermögenswerte der Betroffenen in den USA gesperrt. US-Bürgern oder Menschen, die sich in den Vereinigten Staaten befinden, sind Geschäfte mit den sanktionierten Firmen und Personen untersagt. Auch internationale Geschäfte werden durch die Sanktionen für Betroffene meist deutlich schwieriger.
In Kanada gab Aussenministerin Mélanie Joly bekannt, dass das Land ebenfalls Sanktionen gegen 20 Personen und 21 Organisationen der russischen Militärindustrie sowie 19 Personen und 4 Organisationen im Kultur- und Bildungsbereich verhängt. Die Sanktionen zielten auf Beteiligte an Russlands Überfall auf die Ukraine sowie Führungsfiguren der Wagner-Gruppe. Darunter sei auch der hohe Wagner-Anführer Iwan Maslow, der für ein Massaker an Zivilisten in Mali im März letzten Jahres verantwortlich gemacht wurde. Die malische Regierung, die mit Wagner zusammenarbeitet, hatte unter anderem wegen der Kritik an dieser Tat die Zusammenarbeit mit der lokalen UN-Friedensmission Minusma aufgekündigt.