Clinton zu Trumps Debatten-Stil: Unsinn, Geschwätz, Beleidigungen
Bei den drei TV-Debatten damals habe Trump eine ganze Batterie Welle an «Unterbrechungen, Beleidigungen und Lügen losgelassen, der die Moderatoren überforderte und den Wählern, die sich über unsere Visionen für das Land informieren wollten, einen Bärendienst erwies», beklagte sie. «Es ist Zeitverschwendung, zu versuchen, die Argumente von Herrn Trump wie in einer normalen Debatte zu widerlegen. Es ist fast unmöglich zu erkennen, was seine Argumente überhaupt sind», spottete die 76-Jährige. «Er fängt mit Unsinn an und schweift dann ins Geschwätz ab. Das ist in den Jahren seit unserer Debatte nur noch schlimmer geworden.» Trump neige dazu, zu unterbrechen und zu schikanieren, um dominant zu erscheinen und zu versuchen, seinen Gegner aus dem Konzept zu bringen. In ihrem Fall sei er sogar auf der Bühne um sie herumgeschlichen.
Trump hatte sich in einer Debatte gegen Clinton 2016 zeitweise hinter seiner Konkurrentin aufgebaut und ihr während ihrer Wortbeiträge lauernd im Nacken gestanden. Trumps Verhalten sorgte damals im Netz für einigen Spott.
In der deutschen Nacht zu Freitag treffen Trump und Biden im laufenden Präsidentschaftswahlkampf erstmals in einer TV-Debatte gegeneinander an. Die beiden hatten bereits im Wahljahr 2020 gemeinsam auf der Fernseh-Bühne gestanden. Damals war Trump der Amtsinhaber und Biden der Herausforderer - diesmal sind die Rollen vertauscht.