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Politik

Blinken will bei China-Reise «direkt und offen» über Sorgen sprechen

US-Aussenminister Antony Blinken will bei seiner anstehenden Reise nach China «direkt und offen» über «sehr reale Sorgen» der USA sprechen.
Agentur sda
16.06.2023, 19:30 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Es seien eine Reihe von Treffen mit hochrangigen Vertretern der chinesischen Regierung in Peking geplant, sagte Blinken am Freitag in Washington. Ziel sei es, eine offene Kommunikation zu etablieren, damit beide Länder ihre Beziehungen verantwortungsvoll gestalten könnten. Es sollten dabei auch «falsche Wahrnehmungen» thematisiert werden, um Fehleinschätzungen zu vermeiden. «Ein intensiver Wettbewerb erfordert eine nachhaltige Diplomatie, um sicherzustellen, dass der Wettbewerb nicht in Konfrontation oder Konflikte umschlägt», sagte Blinken.

Die Beziehungen zwischen den USA und China sind wegen einer ganzen Liste von Streitpunkten stark angespannt. Für Auseinandersetzungen sorgen unter anderem Chinas Rückendeckung für Russlands Krieg in der Ukraine, Drohungen aus Peking gegen Taiwan und der anhaltende Handelskonflikt beider Länder. Die Regierung von Präsident Joe Biden sieht China als grösste geopolitische Herausforderung und fährt einen harten Kurs gegenüber Peking. Nach Angaben des US-Aussenministeriums ist es der erste China-Besuch Blinkens als Ressortchef - er wollte Ende dieser Woche aufbrechen. Blinken holt damit eine länger geplante Reise nach, die er Anfang Februar wegen Spionagevorwürfen gegen China in letzter Minute abgesagt hatte.

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