Nach Gespräch mit Regierung: Polens Bauern wollen Proteste fortsetzen
In Polen protestieren seit Wochen Landwirte gegen den Green Deal («Grüner Deal») der EU und die Einfuhr von Getreide und anderen Agrarprodukten aus der Ukraine. Sie wollen verhindern, dass billigeres ukrainisches Getreide auf den heimischen Markt gelangt. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine vor zwei Jahren hatte Brüssel alle Importzölle und -quoten für landwirtschaftliche Produkte aus der Ukraine ausgesetzt, um dem Land wirtschaftlich zu helfen.
Die Landwirte sehen sich zudem von den Auflagen des Green Deals belastet. Tusk hatte vor dem Treffen angekündigt, dass sich seine Regierung in Brüssel für ein Aussetzen oder eine Änderung einiger Vorschriften für die polnischen Bauern einsetzen werde. Vize-Landwirtschaftsminister Michael Kolodziejczak sagte am Samstag, voraussichtlich werde man am 15. März bekanntgeben, welche Ausnahme es für Polen geben könnte. Es gebe Anzeichen dafür, dass es bei der kontroversen Stilllegung von Agrarflächen Ausnahmen für Polen geben könnte.
Mit dem Green Deal will die EU bis 2050 klimaneutral werden. Die Strategie umfasst Massnahmen in verschiedenen Bereichen wie Energie, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft.