Vereinte Nationen starten Vermittlungsprozess im Sudan
Ende Oktober hatte das Militär in dem Land mit 44 Millionen Einwohnern die Macht übernommen. Nach Druck aus dem In- und Ausland wurde der gestürzte Regierungschef Abdullah Hamdok im November zunächst wieder eingesetzt und durfte laut einer Vereinbarung mit dem Militärmachthaber General Abdel Fattah al-Burhan ein Kabinett mit zivilen Vertretern bilden. Al-Burhan stand jedoch als Anführer des Souveränen Rats gemeinsam mit Hamdok an der Spitze der neuen Übergangsregierung. Seither kam es immer wieder zu Protesten gegen die weitere Beteiligung des Militärs an der Regierung. Hamdok, dem Demonstranten Verrat vorwarfen, trat zur Jahreswende zurück. Er habe sein Versprechen, eine politische Katastrophe in dem Land zu verhindern, nicht einhalten können, betonte er.