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Politik

US-Generalstabschef: Moskaus strategische Ziele in Ukraine vereitelt

US-Generalstabschef Mark Milley hat den russischen Einmarsch in die Ukraine als militärischen Misserfolg dargestellt. Die Russen hätten zwar in verschiedenen Teilen der Ostukraine kleinere taktische Erfolge erzielt, sagte Milley am Donnerstag auf dem amerikanischen Militärstützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein. «Der Krieg ist nicht vorbei. Aber bisher wurden die russischen strategischen Ziele vereitelt.» Dies liege an Fehlern von Russlands Streitkräften, aber vor allem auch an der Tapferkeit der Ukrainer. Die Soldaten hätten vom Westen gelieferte Waffensysteme effektiv eingesetzt und würden «exzellent» geführt, so Milley.
Agentur sda
08.09.2022, 17:29 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Zur laufenden ukrainischen Gegenoffensive im Süden den Landes sagte Milley, diese befinde sich noch in den Anfängen: «Für eine vollständige Bewertung ist es noch zu früh» - doch es gebe reale und messbare Erfolge in der Region. Die Ukrainer hätten mehr als 400 Ziele getroffen, was für die Russen «verheerende Auswirkungen» habe. «Russische Kommunikationswege und Lieferketten sind stark belastet», die Kontrolle des Hauptquartiers sei gestört, die Russen hätten Schwierigkeiten, Streitkräfte aufzustocken und Verluste zu ersetzen.