Truss und Sunak schliessen Regierungsposten für Johnson aus
Ex-Finanzminister Sunak sagte, Johnson werde einer Regierung unter seiner Führung nicht angehören. «Die Antwort ist einfach: Nein.» Die Partei müsse nach vorne schauen.
Der amtierende Premier ist bei der Basis der Tories, die über ihren neuen Chef und damit den nächsten Bewohner der Downing Street entscheidet, nach wie vor sehr beliebt. In einer Petition fordern Tausende, Johnson müsse Regierungschef bleiben.
Truss gilt Umfragen zufolge im Rennen um die Johnson-Nachfolge als Favoritin. Das liegt auch daran, dass ihr Widersacher Sunak von der konservativen Presse und dem Johnson-Lager für den Sturz des Regierungschefs verantwortlich gemacht wird.
Im TV-Duell griffen sich die beiden Kontrahenten erneut scharf und teilweise persönlich an. Im Mittelpunkt stand vor allem die Steuerpolitik. So hinterfragte Sunak, wie Truss ihre weitreichenden Steuerkürzungen finanzieren wolle. Der frühere Finanzminister hat zwar ebenfalls niedrigere Steuern angekündigt, will aber bedächtiger vorgehen.