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Politik

Thusis blitzt mit Antrag ab

Jano Felice Pajarola
21.11.2019, 09:00 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Nichteintreten: So lautete am Dienstag der Entscheid der Gemeindepräsidentenkonferenz der Region Viamala zum Antrag der Gemeinde Thusis auf eine Statutenänderung (Ausgabe vom 2. November). Deren Ziel wäre gewesen, der bislang nicht im Gremium vertretenen Zentrumsgemeinde einen fixen Sitz im Regionalausschuss zu garantieren, verbunden mit einer Erhöhung der Anzahl Sitze, damit keines der bisherigen Mitglieder dafür zurücktreten muss.

Ein Argument gegen das Thusner Ansinnen sei sicher die künftige Stimmenrelation im Ausschuss gewesen, so dessen Präsident Werner Natter. Gelinge die Fusion am Schamserberg, habe die Region noch 19 Gemeinden; sieben davon wären dann im Ausschuss vertreten, sie hätten 14 von total 26 Stimmen – «das wäre ein Missverhältnis». Einzelne Mitglieder der Präsidentenkonferenz seien aber auch dagegen gewesen, dass die grösste Gemeinde einen festen Ausschuss-Sitz bekommen solle. Der Entscheid sei jedoch nicht gegen Thusis gerichtet, man habe einfach die Statutenänderung nicht als zielführend betrachtet, betont Natter. Die bisherigen Ausschussmitglieder wurden letztlich wiedergewählt.

Thusis: Kein Verständnis

Entsprechend dem Nichteintretensbeschluss blieb der Thusner Gemeindeammann Curdin Capaul am Dienstag ungewählt. Für Thusis sei das Thema damit nicht erledigt, so Capaul. Man werde sich anhand einer Auslegeordnung überlegen, welche Strategie in der regionalen Kooperation für Thusis langfristig die richtige sei. «Ich verstehe nicht, weshalb man Thusis als systemrelevanteste Gemeinde der Region nicht im Ausschuss haben will.»

Von der Konferenz genehmigt wurden die Rechnung der Musikschule sowie die Budgets der Region und der Spitex Viamala. An die Regierung verabschiedet wurde die Naturpark-Beverin-Erweiterung um die fusionierte Gemeinde Rheinwald. Genehmigt wurde das Budget für ein regionales Ultrahochbreitband-Erschliessungskonzept.

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