Kritik an Netanjahu: Trifft nur befreite Geiseln, nicht Opferfamilien
Netanjahu hatte sich am Samstag - noch während des jüdischen Ruhetags Sabbat - im Krankenhaus mit vier aus dem Gazastreifen befreiten Geiseln getroffen und fotografieren lassen. Familien von Israelis, die während des Hamas-Massakers am 7. Oktober getötet worden waren, sowie Angehörige von getöteten Geiseln kritisierten dagegen nach Medienberichten, weder Netanjahu noch andere Regierungsvertreter hätten mit ihnen Kontakt aufgenommen.
Der Vater eines am 7. Oktober getöteten Soldaten schrieb bei X: «Ein Ministerpräsident mit moralischen Werten hätte angerufen, um (uns) zu trösten und zu stärken. Und um sich zu entschuldigen für das, was unter seiner Verantwortung passiert ist.» Sein Urteil zu Netanjahu: «Ich verachte ihn, ein schäbiger Mensch.»