Stadt greift Altersstiftung grosszügig unter die Arme
Im Spitzacker plant die Stiftung Alterswohnungen Jona rund 50 Wohnungen mit Service für Senioren. Die Stadt unterstützt das Vorhaben bereits. So gewährte die Bürgerversammlung 2015 der Stiftung 1,125 Millionen Franken für den Landkauf.
Nun möchte die Stadt der Stiftung zusätzlich mit einer Solidarbürgschaft von 10 Millionen Franken unter die Arme greifen. Damit soll es der Stiftung ermöglicht werden, möglichst günstige Konditionen für die Hypothek auszuhandeln.
Bürgschaft bringt viele Vorteile
«10 Millionen sind sicher ein namhafter Betrag», erklärte Stadtpräsident Martin Stöckling an der gestrigen Medienkonferenz. «Aber damit erhält die Stiftung einen rund 0,3 Prozent tieferen Zinssatz bei den Banken.» Das klinge zwar nach wenig, verringere jedoch die jährliche Zinsbelastung für die Stiftung um immerhin 75 000 Franken. Ingesamt rechnet die Stiftung mit Baukosten von 28 Millionen Franken. Von dieser Bürgschaft würde nicht nur die Stiftung profitieren, betonte Stöckling. «Die tiefere Zinsbelastung wird an die zukünftigen Bewohner durch günstigere Mietzinsen weitergegeben.»
Nicht zuletzt bekräftige die Stadt mit der Bürgschaft das Altersleitbild der Stadt. Laut Stöckling hat die Bürgschaft keine Mehrkosten für die Stadt zur Folge. «Ausser die Stiftung meldet Konkurs an. Dann wäre die Stadt gegenüber den Banken zahlungspflichtig und müsste die 10 Millionen berappen.» In diesem Fall würde Rapperswil-Jona gleichzeitig Gläubiger der Stiftung werden und wahrscheinlich die Alterswohnungen selber weiterführen, so Stöckling.