Afrikanische Vermittlungsmission in Russland eingetroffen
Angesichts der grossen internationalen Kritik ist Russland derzeit besonders interessiert an guten Beziehungen zu afrikanischen Ländern. Ende Mai war Russlands Aussenminister Sergej Lawrow in Kenia, Mosambik, Burundi und Südafrika. Mit Spannung wird zudem auf einen Gipfel der Brics-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) im August in Südafrika geblickt. Dazu ist auch Putin eingeladen. Weil der russische Präsident wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine inzwischen mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, droht ihm dort allerdings die Verhaftung.
Am Freitag hatte sich die afrikanische Delegation in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Selenskyj erteilte anschliessend Gesprächen mit Russland eine Absage, solange russische Soldaten noch auf ukrainischem Gebiet stehen. Während des Besuchs griff die russische Armee Kiew abermals an.
Unter dem Konflikt leiden auch viele afrikanische Staaten. Insbesondere Länder in Ostafrika sind auf Getreide- und Düngeexporte aus Russland und der Ukraine angewiesen. Durch weniger Getreideausfuhren werden neue Preissteigerungen befürchtet.