Routine-Impfungen bei Kindern weltweit stark zurückgegangen
Im Jahr 2020 hätten 23 Millionen Kinder mindestens einen der drei Impftermine verpasst, im Jahr 2019 - vor der Pandemie - waren es nur 19 Millionen. Insgesamt sei der Anteil der Kinder, die alle drei Impfungen bekamen, zwischen 2019 und 2021 von 86 auf 81 Prozent gefallen.
Als Gründe nennen die Organisationen neben der Corona-Pandemie, in der in einigen Ländern Personal aus Routine-Impfprogrammen abgezogen werden musste, und Problemen, Kinder in Konfliktregionen zu erreichen, auch wachsende Missinformation über Impfungen.
Die meisten Kinder, die DTP-Impfungen verpassten, lebten nach Angaben von Unicef und WHO in Indien, Nigeria, Indonesien, Äthiopien und den Philippinen. Dagegen sei es Uganda und Pakistan gelungen, im vergangenen Jahr wieder hohen Impfraten zu erreichen.