Vor Afrika-Reise: Papst kritisiert Ausbeutung des Kontinents
Franziskus mahnte darüber hinaus, das Afrika nicht nur reich an Bodenschätzen sei. Der «geistige Reichtum» des Kontinents bestehe aus so vielen Menschen, aus Jungen und Mädchen, die intelligent und gebildet seien, sagte der Papst. Viele Weltmächte konzentrierten sich in Afrika auf Plünderungen, «aber sie sehen nicht die Intelligenz, die Grösse, die Kunst der Menschen», kritisierte er.
Die Reise war bereits im vorigen Juli geplant, wurde dann aber wegen Franziskus' Knieleiden verschoben. Anders als damals vorgesehen wird diesmal auf einen Kurzbesuch von Goma im Osten des Kongos verzichtet. «Ich kann dort nicht hinfahren, weil Guerillas dort weit vorgedrungen sind», sagte er. Er selbst habe zwar keine Angst, glaube aber, dass seine Anwesenheit und dabei mögliche grössere Zusammenkünfte von Menschen ein Risiko darstellen könnten. «Dann werfen sie eine Bombe ins Stadion und töten viele Menschen», befürchtete Franziskus in dem Gespräch mit dem Magazin, das von der Ordensgemeinschaft der Comboni-Missionare in Madrid herausgegeben wird.
Vom 31. Januar bis 3. Februar hält sich der Papst in Kongos Hauptstadt Kinshasa auf und trifft dort unter anderem Opfer von Gewalt aus dem Osten des Landes. Danach geht es weiter nach Juba, der Hauptstadt des Südsudan. Bei dem dortigen Besuch wird er begleitet vom Primas der anglikanischen Kirche sowie dem Moderator der Kirche von Schottland. Die Demokratische Republik Kongo und der Südsudan leiden heftig unter bewaffneten Konflikten, Naturkatastrophen und humanitären Krisen.