Papst Franziskus zelebriert Feier der Osternacht im Petersdom
In der Heiligen Nacht vor dem Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesu Christi nach dessen Tod am Kreuz. In einer feierlichen Prozession wurde zu Beginn der Feier die Osterkerze in völliger Dunkelheit in die Petersbasilika gebracht - die Dunkelheit sollte das Leben ohne Glauben symbolisieren. An der Osterkerze wurden danach zum Ruf «Lumen Christi» (Licht Christi) die Kerzen der Priester und Gläubigen entzündet. Erst beim Klang der Glocken, der der Tradition zufolge die Auferstandenen ankündigt, füllte sich die Basilika vollständig mit Licht. Der Pontifex erreichte im Rollstuhl den Altar.
Franziskus taufte wie üblich im Rahmen der Osternachtsmesse acht Erwachsene. Unter ihnen waren drei Albaner, zwei Menschen aus den USA sowie aus Nigeria, Venezuela und Italien. Der Pontifex verfolgte den Gottesdienst grossteils im Sitzen. Auch seine Predigt hielt der 86-jährige Argentinier sitzend auf einem Sessel. Franziskus war erst vor rund einer Woche nach knapp drei Tagen Behandlung wegen einer Bronchitis aus dem Krankenhaus entlassen worden. Auch ein schweres Knieleiden, wegen dem er auf einen Rollstuhl angewiesen ist, macht ihm zu schaffen.
Am Sonntag steht dann die grosse Ostermesse auf dem Petersplatz (10.00 Uhr) an. Es werden Zehntausende Gläubige erwartet. Nach der Messe wird der Pontifex seine Osterbotschaft verkünden sowie den traditionellen Segen «Urbi et Orbi», also der Stadt und dem Erdkreis, spenden.