Putin: Gewisse «positive Veränderungen» in Gesprächen mit Ukraine
Die russischen Verhandlungsführer hätten über «gewisse positive Veränderungen» bei den «praktisch täglich» geführten Gesprächen informiert, sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko im Kreml in Moskau. Details nannte Putin nicht.
Der Kremlchef hatte am 24. Februar einen Angriff auf die Ukraine befohlen - unter anderem mit der Begründung, das Nachbarland «entmilitarisieren» zu wollen.
Putin zeigte sich einmal mehr demonstrativ unbeeindruckt von der Vielzahl an westlichen Sanktionen wegen seines Krieges gegen die Ukraine. Er sprach von einem «massiven Schlag» gegen die Wirtschaft Russlands. Allerdings habe sich das Land in den vergangenen Jahren an die vielen Sanktionen bereits angepasst. «Und wir sind natürlich stärker geworden», sagte er.
Putin meinte auch, dass «die Sowjetunion tatsächlich die ganze Zeit unter den Bedingungen von Sanktionen lebte, sich entwickelte und kolossale Erfolge erzielte». Die vor 100 Jahren von den Kommunisten gegründete Sowjetunion mit dem Machtzentrum Moskau zerbrach vor gut 30 Jahren auch daran, dass das Land unter anderem nach einem atomaren Rüstungswettlauf mit den USA kein Geld mehr hatte. Die Rücklagen Russlands schmelzen aktuell wegen der Sanktionen des Westens.
Viele Russen befürchten einen Rückfall des Landes in die chaotischen und von grosser Armut geprägten 1990er Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes. Die Kremlkritikerin Kira Jarmysch, Sprecherin des inhaftierten Putin-Gegners Alexej Nawalny, meinte im Kurznachrichtendienst Twitter, dass Putin es geschafft habe, das Land innerhalb von zwei Wochen wieder auf diesen Stand zu bringen.