UN-Generalsekretär fordert internationale Hilfe für Haitis Polizei
Haiti versinkt immer mehr im Chaos. Rivalisierende Banden liefern sich blutige Auseinandersetzungen, terrorisieren die Bevölkerung und kontrollieren nach UN-Schätzung bereits 80 Prozent der Hauptstadt Port-au-Prince. Zehntausende Menschen mussten wegen der eskalierenden Gewalt bereits aus ihren Wohnorten fliessen. Zudem verschärfen die Kämpfe die ohnehin schon prekäre Versorgungslage in dem bitterarmen Karibikstaat. Fast die Hälfte der elf Millionen Haitianer leidet laut UN unter akutem Hunger.
Seit der Ermordung des Staatspräsidenten Jovenel Moïse vor knapp zwei Jahren führt eine Interimsregierung die Amtsgeschäfte. Sie bat die Vereinten Nationen um Hilfe durch eine bewaffnete internationale Truppe, die bislang allerdings nicht zustande gekommen ist.