Nordkorea hebt Abriegelung von Kaesong auf - Flutschäden
Die Teilnehmer hätten beschlossen, den «Lockdown des Frontgebiets einschliesslich Kaesongs» aufzuheben, hiess es. Die Situation sei dank der epidemiologischen Schutzmassnahmen stabil, wurde Kim zitiert. Der Machthaber hatte zuletzt eine Spezialversorgung für die Bewohner von Kaesong angeordnet. Wie kritisch die Situation für die betroffenen Menschen war, blieb unklar. In Kaesong leben nach Schätzungen etwa 300 000 Menschen.
Nordkorea hatte Ende Juli die Stadt komplett abgesperrt und den Notstand über die Region verhängt. Das Coronavirus sei möglicherweise ins Land eingeschleppt worden, hiess es. Bei einem ehemaligen Überläufer nach Südkorea, der am 19. Juli illegal über die Grenze zurückgekehrt sei, seien entsprechende Symptome festgestellt worden. Tests hätten jedoch keine sichere Diagnose ergeben.
Bei dem Politbüro-Treffen wurden die Teilnehmer den Berichten zufolge zudem über «weitreichende Schäden» in den Landesprovinzen durch die Monsunregenfälle in den vergangenen Wochen unterrichtet. Durch Überschwemmungen seien Reisfelder auf einer Fläche von etwa 39 000 Hektar überschwemmt worden. Ausserdem seien 16 680 Häuser und 630 öffentliche Gebäude überflutet oder zerstört worden. Schäden gebe es auch an zahlreichen Strassen, Brücken und Schienenstrecken.