Moskau: Russische Armee und Separatisten in Ostukraine auf Vormarsch
Kremlchef Wladimir Putin hatte bei dem Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar angekündigt, dass die Gebiete Donezk und Luhansk vollständig eingenommen werden sollen. Putin hatte auch erklärt, dass eine «Entmilitarisierung» der Ukraine Ziel der russischen «militärischen Spezial-Operation» sei. Inzwischen seien mehr als 2200 Objekte militärischer Infrastruktur zerstört worden, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Vernichtet worden seien 778 ukrainische Panzer und rund 100 Flugzeuge. Überprüfbar sind diese Angaben nicht.
Russland hatte zuletzt Hunderte getötete Soldaten in den eigenen Reihen eingeräumt. Die Ukraine spricht von Tausenden, auch das ist nicht überprüfbar. Die prorussischen Separatisten kündigten ausserdem an, dass am Sonntag erneut versucht werden solle, Menschen über einen humanitären Korridor aus der besonders umkämpften Grossstadt Mariupol am Asowschen Meer in Sicherheit zu bringen. Bestätigt ist das von ukrainischer Seite nicht. Am Samstag hatten die Behörden in der Ukraine Russland Verstösse gegen eine vereinbarte Feuerpause vorgeworfen. Russland wies das zurück. Prorussische Separatisten behaupten zudem, dass nationalistische Kämpfer des Bataillons Asow auf ukrainischer Seite Häuser in Wohnvierteln vermint hätten.