Prigoschin bestreitet Absicht eines bewaffneten Aufstands
Prigoschin hatte zuvor dem Verteidigungsministerium vorgeworfen, Militärlager seiner Söldner-Truppen zu bombardieren und mit Vergeltung gedroht. Wer sich ihm in den Weg stelle, werde getötet. Das Ministerium dementierte den Vorwurf, der Geheimdienst FSB leitete gegen den 61-Jährigen ein Strafverfahren wegen eines versuchten bewaffneten Aufstands ein.
Zwischen der für Moskau im Ukrainekrieg kämpfenden Söldnertruppe Wagner und der regulären russischen Armee spitzt sich ein seit Monaten andauernder Konflikt stetig zu. Mehrfach hatte Prigoschin der Armeeführung um Verteidigungsminister Sergej Schoigu vorgeworfen, die Truppen - darunter auch seine Söldner - nicht mit dem nötigen Nachschub an Waffen und Munition zu versorgen und damit unnötige Verluste auf russischer Seite zu provozieren. Präsident Wladimir Putin werde von der Militärführung über die wahre Lage an der Front belogen, behauptete Prigoschin.