Mit den Kosten steigen auch die Krankenkassenprämien
So stark wie seit Jahren nicht mehr seien die Kosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gestiegen, teilte Santésuisse am Dienstag mit. Für das Jahr 2021 waren es gemäss Berechnungen pro versicherte Person 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2022 und 2023 rechnet der Verband mit einem Anstieg der Kosten von je vier Prozent.
Die Gründe dafür sieht Santésuisse unter anderen in Behandlungen, die im Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie verschoben werden mussten. Zudem kritisiert der Verband «falsche Tarif-Anreize» im ambulanten Bereich. Auch die vergleichsweise hohen Medikamentenpreise in der Schweiz werden bemängelt.
Diese Entwicklung mache eine markante Prämienerhöhung unabdingbar, schreibt Santésuisse. Die Reserven könnten die Entwicklung nicht mehr abfedern, zumal sie aus verschiedenen Gründen «drastisch» reduziert worden seien.