Zusammenstösse nach Umbettung von Faschisten-Führer in Spanien
Die sterblichen Überreste von Primo de Rivera waren zuvor aus dem einstigen «Tal der Gefallenen» nordwestlich von Madrid entfernt und zum Friedhof Cementerio de San Isidro gebracht worden. Der Faschisten-Führer wurde zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) hingerichtet. Die Umbettung des Leichnams erfolgte im Rahmen des im vergangenen Herbst in Kraft getretenen «Gesetzes des demokratischen Andenkens».
Die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte bereits im Oktober 2019 die Umbettung des Diktators Francisco Franco durchgesetzt. Die Gebeine des faschistischen Gewaltherrschers (1892-1975) waren damals im riesigen Mausoleum mit der Basilika und einem 155 Meter hohen Granitkreuz exhumiert und in einen Friedhof am Nordrand von Madrid gebracht worden.
Im gigantischen Mausoleum, das jährlich von rund 400.000 Menschen besucht wird und nun «Cuelgamuros-Tal» heisst, liegen immer noch die Überreste von rund 35.000 Toten beider Kriegsparteien begraben. Der Ort war eine Pilgerstätte für Menschen, die Diktator Franco und Primo de Rivera verehren und rechtsextremes Gedankengut pflegen. Mit den Umbettungen will die Regierung dem ein endgültiges Ende setzen und das Tal in einen «Ort der Versöhnung» verwandeln.