Regional- und Kommunalwahlen in Spanien begonnen
Spätestens am 10. Dezember stehen in der viertgrössten Volkswirtschaft der Europäischen Union Parlamentswahlen an. Debatten um die Wirtschafts- und Sozialpolitik standen im Zentrum des hitzigen Wahlkampfes. Es gab auch Kritik an der Kandidatur früherer Angehöriger der inzwischen aufgelösten baskischen Terrororganisation ETA sowie mehrere Skandale um Wahlbetrug durch Stimmenkauf.
Mit Spannung wurde das Abschneiden der grössten Oppositionspartei erwartet, der konservativen Volkspartei PP. Die damals kriselnde PP hatte erst vor einem guten Jahr Alberto Núñez Feijóo zum neuen Parteichef gewählt. Aber auch die Ergebnisse von mehreren linken, rechten und regionalen Parteien galten als wichtig. Denn sie dürften auch bei der Regierungsbildung nach der Parlamentswahl eine Rolle spielen. Allen Umfragen zufolge werden dabei wohl weder die Sozialisten von Sánchez (PSOE) noch die PP eine absolute Mehrheit erzielen und auf Partnersuche angewiesen sein.