Britischer Ärztestreik löst Sorgen um Patienten aus
Nach einer beispiellosen Streikwelle im britischen Gesundheitsdienst NHS hat sich die Regierung im Tarifstreit mit den Gewerkschaften für die meisten Berufsgruppen kürzlich geeinigt. Die Assistenzärzte kündigten jedoch weitere Streiks an. Sie fordern eine Gehaltserhöhung von 35 Prozent, um 15 Jahre auszugleichen, in denen die Gehaltsentwicklung unterhalb der Inflation gelegen habe.
Die Gewerkschaft British Medial Association kündigte an, keine Bereiche des Gesundheitsdienstes zu verschonen - also auch solche nicht, in denen die Sicherheit von Patienten gefährdet sei. Allerdings gebe es einen Notfallplan, der vorsieht, dass streikende Assistenzärzte ins Krankenhaus gerufen werden könnten, wenn unmittelbar Leben von Patienten bedroht seien.
Die Gewerkschaft rief den britischen Gesundheitsminister Steve Barclay zu einem Treffen über die Osterfeiertage auf, um den Konflikt zu lösen. «Alles, war wir wollen, ist ein ernstzunehmendes Angebot, damit wir über diesen Reallohnverlust reden und Verhandlungen aufnehmen können», sagte ein Gewerkschaftsvertreter der BBC zufolge. Die konservative Regierung hingegen fordert die Gewerkschaft auf, den Streik abzusagen. Erst dann seien Verhandlungen möglich.