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Politik

Lehrpersonen fordern eine faire Altersentlastung

Mit einer Gesetzesrevision will der Verband der Lehrpersonen LEGR wichtige Verbesserungen in der Volksschule umzusetzen.
05.10.2021, 10:00 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Die Delegiertenversammlung LEGR hatte bereits 2018 sechs Forderungen dazu verabschiedet: Die Gleichstellung des Kindergartens mit der übrigen Volksschule, Lohnverbesserungen, Kompensation der 39. Schulwoche für Lehrpersonen, Verbesserungen bei der Integration, aktuelle Lehrplan 21 kompatible romanisch- und italienischsprachige Lehrmittel und eine Altersentlastung für alle Lehrpersonen. Der LEGR hatte 2019 ein Forderungspaket zur Gleichstellung des Kindergartens mit den anderen Volksschulstufen beschlossen. «Die kommende Schulgesetzrevision ist die Chance, die Anstellungsbedingungen der Kindergartenlehrpersonen endlich auf ein faires Niveau zu heben», heisst es in einer Medienmitteilung.

Stark belastete Lehrpersonen

Weiter fordert LEGR eine Altersent­lastung auch bei einer Teilzeitanstellung von Lehrpersonen. Bei Verwaltungsangestellten im Kanton Graubünden wird die Alters­entlastung in Form einer weiteren Ferienwoche für alle Pensen gegeben, bei den Lehrpersonen ist sie auf 100-Prozent-Pensen begrenzt. Wer weniger arbeitet, erhält häufig nichts. «Lehrpersonen vor der Pensionierung sind häufig durch die lange und anspruchsvolle Dienst­zeit stark belastet», argumentieren die Delegierten der LEGR. Neue Unterrichtsformen und neue Techno­logien seien eine zusätzliche Herausforderung. Viele dieser Lehrpersonen würden darum gerne ihr Arbeitspensum reduzieren, zum Beispiel auf 80 Prozent, doch dann verlieren sie das Anrecht auf die bezahlte Altersentlastung. «Sie sind stark gefährdet, krank zu werden und ihre lange Berufslaufbahn mit Arztzeugnis im Burn-out zu beenden. Das darf nicht sein», heisst es in der Mitteilung. Das Argumentarium zur Altersentlastung und damit die konkretisierte Forderung wurde von den Delegierten mit grosser Mehrheit angenommen.

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