Weesen will Kunstrasen, Glarus Nord soll zahlen
Vor über 20 Jahren fusionierte der FC Bilten mit dem FC Weesen. Bis 2015 trainierten die Spieler des St. Galler Klubs auch auf Glarner Boden, inzwischen wird nur noch ennet des Linthkanals gekickt – in Schänis und Weesen. An seiner Hauptfussballstätte am Walensee hat der Klub aufgrund des wachsenden Nachwuchsbereichs seit 2018 Ausbaupläne.
Nachdem der Bau eines dritten Fussballplatzes im Weesner Moos 2021 von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern an der Urne eine Absage erhielt, entschied sich der 1.-Liga-Klub notgedrungen gegen seine ursprünglichen Pläne und disponierte um. Nun plant er, den bestehenden Trainingsplatz am westlichen Dorfrand zu vergrössern und ihn zu einem Kunstrasenplatz umzubauen, um so beim Trainings- und Spielbetrieb wetterunabhängig zu sein. Kostenpunkt: 1,35 Millionen Franken.
Der FC Weesen hofft dabei auf die finanzielle Unterstützung mehrerer Gemeinden – auch auf die von Glarus Nord. Ob Glarus Nord sich an den Projektkosten beteiligen wird, ist noch offen. Einen entsprechenden Beschluss werde der Gemeinderat erst noch fällen müssen, sagt Gemeindepräsident Thomas Kistler. «Wir sind diesbezüglich im engen Austausch mit unseren Partnergemeinden Weesen, Schänis und Amden.» Einen Beitrag zugesichert haben bereits Amden mit 75'000 Franken und Schänis mit 150'000 Franken. Weesen als Standortgemeinde soll einen Kostenanteil von gut 450'000 Franken übernehmen. Einen Budgetantrag hat der Verein bereits gestellt. Ende März sollen die Stimmberechtigten an der Versammlung der Politischen Gemeinde Weesen darüber befinden.
Der Biltner Fussballplatz ist noch nicht ersetzt
Und Glarus Nord? Geht es nach dem St. Galler Fussballverein, soll sich die Glarner Nachbargemeinde mit 150'000 Franken am neuen Kunstrasenplatz in Weesen beteiligen. Teil der politischen Diskussion in Glarus Nord dürfte laut Gemeindepräsident Thomas Kistler dann auch die Frage sein, ob man sich eine Mitfinanzierung in dieser Höhe zurzeit überhaupt leisten kann. Denn momentan hat die Gemeinde das Millionen-Loch der Lintharena zu stopfen. Dieser Finanzspritze von 1,2 Millionen Franken stimmte die Gemeindeversammlung im November zu.