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Politik

Kinder und Jugendliche treiben wieder mehr Sport

Agentur sda
06.09.2021, 14:00 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Heute trainieren 10-14-jährige Kinder im Durchschnitt 7,5 Stunden pro Woche ausserhalb der Schulzeit. Bei den 15-19-jährigen Jugendlichen sind es durchschnittlich 6,5 Stunden.

Die Sportaktivitäten von Kinder und Jugendlichen sind damit seit 2014 deutlich gestiegen. Bei den Kindern lag der Wert 2014 bei 6,6 Stunden, bei den Jugendlichen bei 5,6 Stunden. Dies ist das Fazit des Kinder- und Jugendberichts der Studie «Sport Schweiz 2020», der am Montag veröffentlicht wurde.

Die Ergebnisse des Berichts seien eine wichtige Bestätigung, dass die Fördermassnahmen des Bundes wirkten, wird Sportministerin Amherd in einer Mitteilung zitiert. So wurde etwa das Mindestalter für die Teilnahme am Jugendsportförderungsprogramm des Bundes Jugend+Sport (J+S) gesenkt und der freiwillige Schulsport mit Bundesgeldern unterstützt.

Tanzen, Fussball - und Krafttraining

Bei den Mädchen sind vor allem Tanzen und Turnen beliebt, bei den Knaben ist Fussball die klare Nummer 1, wie es in dem Bericht heisst. Je älter die Jugendlichen werden, sind aber auch Sportarten wie Skifahren, Wandern oder Jogging beliebt. Auch Krafttraining wird immer häufiger gemacht.

Weiter zeigt der Bericht, dass Mädchen und Frauen im Durchschnitt weniger Sport treiben als Männer. Dieser Unterschied zu den Männern hat sich in den letzten sechs Jahren jedoch verkleinert. Vergrössert hat sich jedoch der Stadt-Land-Graben: Auf dem Land wird deutlich mehr Sport getrieben als in der Stadt.

Sportvereine spielen weiterhin eine tragende Rolle: zwei Drittel aller Kinder nehmen mindestens einmal in der Woche an einem Vereinsangebot teil. Jugendliche gehen hingegen weniger häufig in einen Sportverein als noch vor sechs Jahren.

Weniger Sportmuffel

Gar keinen Sport ausserhalb der Schule machen 12 Prozent der Kinder. 2014 lag dieser Prozentsatz noch bei 14 Prozent. Bei den Jugendlichen bezeichnen sich 18 Prozent als «Nichtsportler», 2014 waren es noch 20 Prozent.

Für die Studie wurden über 3400 Jugendliche in der ganzen Schweiz befragt.