Selenskyj mit emotionaler Abschiedsbotschaft an toten Minister
Im Gegensatz zu den meisten anderen Videobotschaften, die er seit Beginn des russischen Angriffskriegs verbreitet hatte, nahm Selenskyj weder Bezug auf das aktuelle Geschehen an der Front noch auf die Forderungen an den Westen, wo speziell in Deutschland eine scharfe Debatte um Panzerlieferungen an die Ukraine läuft.
Stattdessen erinnerte Selenskyj an die vielen Opfer, die der Krieg bisher schon gefordert hat, und er richtete eine emotionale Botschaft an seine Landsleute. Er wünsche sich, dass alle Ukrainer den Verlust empfinden. Er wünsche, «dass wir fühlen, wie viele Leben, wie viele kluge Menschen der Krieg kostet. Ich möchte, dass wir alle heute ihr Andenken ehren...», sagte der Präsident.
Der am Mittwoch ums Leben gekommene Monastyrskyj war etwa im gleichen Alter wie Selenskyj. Erst vor eineinhalb Jahren hatte er den Posten des Innenministers übernommen. Beim Übersturz in der Kiewer Vorstadt Browary fanden insgesamt 14 Menschen den Tod.