Selenskyj fordert weiter reichende Waffen und Einsatzerlaubnis
Selenskyj ging in seiner Rede auf die neuerlichen Luftangriffe der russischen Armee gegen die Grossstadt Charkiw nahe der Grenze ein, die seinen Angaben nach einen Toten und zwölf Verletzte gefordert hat. Das jüngst von westlichen Staaten aufgehobene Verbot, mit den gelieferten Waffen grenznahes russisches Gebiet zu beschiessen, habe bereits Resultate gebracht. Ein «Teil des russischen Terrorpotenzials» sei zerstört, allerdings nur ein Teil. Es sei nötig, die Ukrainer besser zu schützen. «Dazu brauchen wir weiter reichende Waffen.» Auch dazu werde weiter verhandelt. Selenskyj erwartet eigenen Angaben nach in den nächsten Wochen weitere Fortschritte auf dem Gebiet.
Fortschritte sieht der ukrainische Staatschef auch beim Streben seines Landes in die EU. Die Beitrittsverhandlungen würden nächste Woche aufgenommen. «Das ist wirklich eine historische Woche». Der Beginn der Verhandlungen sei auch denen zu verdanken, die am 24. Februar - dem Beginn des russischen Angriffs vor mehr als zwei Jahren - zu den Waffen gegriffen habe, um die Ukraine zu verteidigen, lobte Selenskyj.