Keine internationalen Sportanlässe in Russland und Belarus
An einer virtuellen Konferenz hätten Sportministerinnen und Sportminister sowie Staatssekretärinnen und -sekretäre für Sport aus Europa, Nordamerika, Asien und Ozeanien den bewaffneten Angriff Russlands auf die Ukraine als «verabscheuungswürdigen und eklatanten Verstoss» gegen Russlands internationale Verpflichtungen verurteilt, teilte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Mittwoch mit.
Die Achtung der Menschenrechte und friedliche Beziehungen zwischen den Nationen bildeten die Grundlage des internationalen Sports. An der Konferenz wurden laut Mitteilung Grundsätze festgelegt. So sollen Russland und Belarus keine internationalen Sportveranstaltungen mehr ausrichten dürfen.
Spitzensportlerinnen und Spitzensportler, Mannschaften sowie Funktionärinnen und Funktionäre, welche die beiden Staaten vertreten, sollen von Wettkämpfen in anderen Ländern ausgeschlossen werden. Und wo möglich, sollen Massnahmen gegen sportbezogene Investitionen wie Sponsoring und finanzielle Unterstützung mit Verbindungen zum russischen Staat ergriffen werden.
Die unterzeichnenden Nationen fordern alle internationalen Sportverbände auf, sich diesen Grundsätzen anzuschliessen und unterstützen jene ausdrücklich, die bereits in diesem Sinne handeln. Die Einschränkungen sollen so lange gelten, bis eine Zusammenarbeit nach den Grundprinzipien des Völkerrechts wieder möglich ist.
Ebenso ermutigen die unterzeichnenden Länder die Sportverbände, weiterhin ihre Solidarität mit dem ukrainischen Volk zu zeigen, dies unter anderem mit Massnahmen, die es ermöglichen, dass der ukrainische Sport weitergeführt werden kann.