Mehrere Verletzte nach Angriff auf Wahlkampf der Opposition in Türkei
Imamoglu warf den Sicherheitskräften vor, absichtlich nichts unternommen zu haben. Es handele sich um eine Provokation. Er betonte, dass der Vorfall nichts mit den Einwohnern in Erzurum zu tun habe.
Innenminister Süleyman Soylu schrieb in einer ersten Reaktion auf Twitter: «Ekrem Imamoglu, der das Volk in Erzurum Provokateure nennt, ist selbst ein Provokateur.»
Imamoglu machte sich am Abend noch auf den Weg zurück nach Istanbul. Zahlreiche Anhänger erwarteten ihn dort.
Imamoglu ist Politiker der grösste Oppositionspartei CHP und unterstützt Präsidentschaftskandidat Kemal Kilicdaroglu beim Wahlkampf. Im Falle eines Sieges der Opposition soll Imamoglu Vizepräsident werden.
Kilicdaroglu verurteilte den Angriff auf Twitter und rief seine Anhänger dazu auf, ruhig zu bleiben. Er warf der Regierung vor, mit der Mafia und Militanten zusammenzuarbeiten und sagte: «Ihr Ziel ist, den Menschen Angst zu machen und sie von den Urnen fernzuhalten.»
Bei der Parlaments- und Präsidentenwahl am 14. Mai zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen Amtsinhaber Erdogan und seinem Herausforderer Kilicdaroglu ab.