Erdogan unterzeichnet Dekret für Wahlen am 14. Mai
Vorgezogene Wahlen können der Verfassung zufolge entweder mit 60 Prozent der Abgeordnetenstimmen im Parlament oder per Dekret durch den Präsidenten angeordnet werden. Erdogan will erneut kandidieren.
Die Wahlen hätten eigentlich im Juni stattfinden sollen, Erdogan hatte vorgezogene Wahlen bereits im Januar ins Spiel gebracht. Vor dem Hintergrund der verheerenden Erdbeben vor einem Monat gelte es, keine Zeit zu verlieren, sagte Erdogan.
Als weitere Gründe für die Vorverlegung nannte er etwa zeitliche Kollision mit der Hauptpilgerzeit für Muslime nach Mekka und mit Examen in Universitäten. Beobachter gehen aber auch davon aus, dass Erdogan die Wahl vorzieht, damit Wahlgeschenke wie etwa die Verdopplung des Mindestlohns vor dem Hintergrund der starken Inflation nicht verfliegen. Seit den schweren Erdbeben muss sich die Regierung zudem scharfer Kritik am ihrem Krisenmanagement stellen.