Hunderte Menschen besammeln sich um «Massengrab» auf Bundesplatz
Organisiert wurde die Kundgebung von der Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA). Im Kundgebungsaufruf hiess es, rund 5800 Christen seien im vergangenen Jahr weltweit wegen ihres Glaubens umgebracht worden. Etwa 360 Millionen würden 2022 verfolgt.
Sacha Ernst von der Aktion für verfolgte Christen und Notleidende AVC sagte in einer Rede, in den letzten zwölf Jahren habe sich die Zahl der weltweit verfolgten Christinnen und Christen verdreifacht. Wenn es mit diesem Tempo weitergehe, würden bald über eine Milliarde Christen weltweit verfolgt.
Er beschuldigte insbesondere den Iran, China und die afghanischen Taliban, systematisch Christen zu unterdrücken. Die Politik forderte er zum Handeln auf. Die Medien rief er auf, die Verfolgung zum Thema zu machen, und die Gesellschaft forderte er auf, nicht gleichgültig zu sein.
Zur Kundgebung gehörte auch, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rosen am Fuss der Holzkreuze niederlegten und sich bei ihnen niederknieten, sangen und beteten. Die Kundgebung war nach Angaben der Organisatoren bewilligt.