Biden: Grossteil der Zukunft wird im Indopazifik geschrieben
«Unser Auftrag bleibt derselbe», betonte Biden. Es gehe darum, die Vision eines freien, offenen, sicheren und wohlhabenden Indopazifik-Raums voranzutreiben.
Kishida mahnte, das Sicherheitsumfeld sei seit dem jüngsten Treffen der Runde im Vorjahr noch schwieriger geworden. «Die freie und offene internationale Ordnung, die auf Rechtsstaatlichkeit beruht, ist bedroht.» Modi kündigte an, das nächste Gipfeltreffen der vier Länder 2024 in Indien auszurichten.
Die Quad-Staaten hatten eigentlich in wenigen Tagen in Australien zu einem ausgiebigen Treffen zusammenkommen wollen. Wegen einer innenpolitischen Haushaltskrise hatte Biden den Besuch in Australien und einen Zwischenstopp in Papua-Neuguinea aber abgesagt und angekündigt, direkt von Japan aus nach Washington zurückzukehren, um einen drohenden Zahlungsausfall der US-Regierung abzuwenden. Die Runde verlegte ihre Beratungen daher nach Hiroshima, allerdings in einer deutlich abgespeckten Version.
Die USA und Japan gehören zur G7-Gruppe, Indien und Australien dagegen nicht - sie sind aber als Gäste bei dem Gipfel der sieben führenden demokratischen Industrienationen in Hiroshima dabei.
Biden hat in der Aussenpolitik seiner Regierung seit dem Amtsantritt einen besonderen Fokus auf den Indopazifik gelegt - unter anderem, um Chinas Machtstreben in der Region etwas entgegenzusetzen. Er rief auch die jährlichen Treffen der Quad-Länder ins Leben. Mit Indopazifik ist grob gesagt eine Region vom Indischen bis zum nördlichen Pazifischen Ozean gemeint, die den Grossteil Asiens umfasst und bis zur Westküste der USA reicht.