Grüne bewundern die Solartechnik der HSR
Es ist genau wie bei einer Schulerreise: Besammlung der Teilnehmer um 15 Uhr zwischen Holzsteg und der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR).
Gut gelaunt treffen die Teilnehmer des gestrigen Fraktionsausflugs der Grünen hier ein. Und der Aufmarsch der lokalen und nationalen Politprominenz ist bemerkenswert: Neben Vertretern der Ortspartei mitsamt der neuen Grünen-Stadträtin Tanja Zschokke sind unter anderen die Grünen-Nationalräte Balthasar Glättli, Regula Rytz sowie Lisa Mazzone vor Ort. Unter so vielen bekannten Gesichtern fällt selbst der Politprofi Claude Longchamp nicht weiter auf.
Stolz auf die HSR
Während die zurückgetretene Stadträtin Rahel Würmli Most und Wein ausschenkt, diskutiert Stadtpräsident Martin Stöckling (FDP) mit Glättli.
In Rapperswil-Jona erinnere er sich stets an seine Kindheit, begrüsst Glättli die Anwesenden. «Schliesslich bin in der Nähe, in Wolfhausen, aufgewachsen und war mit meinen Eltern oft in der Stadt.» Nach dieser kurzen Ansprache übernimmt Stadtpräsident Martin Stöckling das Wort: «Angesichts von so viel geballter Politpower bedanke ich mich für Ihr Interesse an unserer Stadt», so Stöckling. Die Hochschule für Technik leiste einen enorm wichtigen Beitrag für Rapperswil-Jona. «Sie ist die erste Schule mit Ausbildungen für erneuerbare Energie sowie Umwelttechnologie.» Besonders freut sich der bürgerliche Politiker, dass dort angewandte Forschung durch die Privatwirtschaft finanziert wird. Nach dieser Ankündigung sind die Teilnehmer auf die anstehende Führung durchs HSR-Insitut für Solartechnologie gespannt. Wobei als zweite Option auch eine Führung durch das Enea-Baummuseum zur Wahl steht.
Politiker sind Experten
Nachdem die Politiker von Prorektor Alex Simeon über die aktuellen Herausforderungen für die Hochschule informiert wurden, gehts geradewegs ins Kellerlabor des Instituts. Dort erwartet sie eine mobile Messstation für Solarstromanlagen. «Damit können wir vor Ort messen, wie viel Strom ein Solarpanel erbringt», erklärt eine Institutsmitarbeiterin. Ob man so auch Defekte erkennen könne, möchte ein Teilnehmer wissen. Ja, auch das sei mit der Station möglich, sagt eine Spezialistin. Die Teilnehmer nicken zufrieden, zeigen sich auch bei folgenden Fragen als Kenner der Solartechnologie.
Beim Besuch bei den Solaranlagen auf dem Dach der HSR lauschen die Gäste jedem Wort, machen sich Notizen. Zschokke möchte wissen, wie effizient die Anlagen sind. «60 Prozent der Wärme-Energie liesse sich einfach erzeugen», erklärt ein Spezialist. «Problematisch sind die Wintermonate und die Speicherung der Wärme.»
60
Prozent
der benötigten in der Schweiz einfach zu erbringen.