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Politik

Corona-Massentests an Schulen nach Ferien könnten sich verzögern

Agentur sda
31.07.2021, 12:17 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Über die Lieferprobleme der Firma Disposan berichtete am Samstag Blick.ch. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sprach in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einem ungünstigen Zeitpunkt. Das BAG stehe mit den Unternehmen und den Kantonen in engem Kontakt und werde über die Fortschritte bei der Lösung des Problems laufend informiert, hiess es.

Da es sich bei den Testkits um sogenannte Medizinprodukte und nicht um Heilmittel handle, braucht es dafür kein grünes Licht von der Heilmittelbehörde, wie Swissmedic-Mediensprecher Alex Josty auf Anfrage sagte. Nur bei Heilmitteln sei eine gesetzliche Zulassung durch die Swissmedic nötig. Der Ball liege nun bei der Firma Disposan. Bis am Samstagnachmittag war bei der Firma niemand erreichbar für eine Stellungnahme.

Disposan soll dem Medienbericht zufolge den Kantonen in den vergangenen Tagen zehntausende Ersatzkits geschickt haben. Diese müssten aber wegen einer ausstehenden Swissmedic-Prüfung nun wieder zurückgeschickt werden, hiess es weiter.

Mehrere Kantone mussten anfangs Juli wegen potentieller Mängel hunderttausende PCR-Speicheltests austauschen. Bei internen Qualitätskontrollen hatte die Lieferfirma Disposan bei «gewissen Testkits» eine erhöhte Keimbelastung festgestellt.

Die betroffenen Testkits werden vorwiegend für PCR-Speicheltests bei repetitiven Testungen in einer Vielzahl von Kantonen verwendet. Die Grössenordnung lag bei etwa 700’000 verteilten Testkits. Das Unternehmen gab deshalb weitere analytische Abklärungen bei einem unabhängigen Labor für Lebensmittel-und Pharmaanalytik in Auftrag.

Disposan wies die Kunden damals an, die betroffenen Testkits sicherheitshalber auszuwechseln und vorhandene, ungebrauchte Kits nicht weiter zu verwenden.

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