Christian Meuli tritt nach Vorwürfen an Medienkonferenz zurück
Am Mittwoch organisierte das Forum Engadin eine Medienkonferenz. Dort erklärten die Organisatoren, sie hätten 1105 Unterschriften für eine Petition gesammelt, mit der sie das Ausbauprojekt des Flughafens in Samedan mit Kosten von 88 Millionen Franken verhindern wollen. Die Stimmbevölkerung habe denn einen Ausbau in Höhe von 22 Millionen Franken genehmigt – nicht 88.
Petition gegen ein «überdimensioniertes» Flughafenprojekt
«Die ganz grosse Frage ist, wieso man das Volk vor fünf Jahren über ein 22-Millionen-Franken-Projekt hat abstimmen lassen und bisher am Flughafen nichts gemacht wurde – das ist ein komplettes Versagen», sagte Grossrätin Franziska Preisig am Mittwoch bei der Medienkonferenz. Deswegen fordern sie und andere Mitstreitende die Neuausschreibung und Besetzung der Infra und insbesondere den Rücktritt des Präsidenten der Verwaltungskommission Christian Meuli.
«Haltlose Vorwürfe»
Die Antwort folgte promt: Am Donnerstagmittag verschickte Meuli eine eigene Medienmitteilung, in der er bekannt gibt, als Präsident der Verwaltungskommission der Infrastrukturunternehmung Regionalflughafen Samedan zurückzutreten. «Mit den anlässlich der gestrigen Medienorientierung des Forum Engadin gegen meine Person aufgebrachten haltlosen Vorwürfe und Behauptungen wurde eine rote Linie überschritten», schreibt Meuli darin.
«Ich bin nicht willens, mich und mein Umfeld weiterhin solchen jegliche Grundlagen entbehrenden Diskussionen auszusetzen. Aus diesem Grund erkläre ich meinen Rücktritt als Präsident der Verwaltungskommission der Infra und stelle mein Amt per Ende des laufenden Monats zur Verfügung.» Die ganze Geschichte lesen Sie am Freitag in der Zeitung «Südostschweiz» oder hier auf unserem Newsportal. (red)